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23. November 2017

23. November 2017
09:00 - 17:00
WS-A 301, Seminargebäude Weidenauer Straße
Arbeitsstelle Hochschuldidaktik der Universität Siegen
Alexander Schnücker
Der Begriff der Digitalisierung ist in allen Lebensbereichen gegenwärtig. In aller Regel begleitet von Schreckensszenarien oder Heilsversprechen. So auch in der Lehre. Damit weder das eine noch das andere eintritt, muss die Frage gestellt werden, wie ein konstruktiver und produktiver Umgang mit digitalen Tools in einer didaktisch sinnvollen Lehre aussehen kann, der den Lernerfolg der Studierenden unterstützt? Hierzu werden in dem Workshop digitale Tools und Herangehensweisen vorgestellt, die die Lehre bereichern können. Anhand eigener Seminarinhalte können die Teilnehmenden verschiedene didaktische Designs ausprobieren, den Einsatz reflektieren und so auf der Grundlage einer praktischen Erfahrung entscheiden, welche Teile relevant für die zukünftige Lehre sein können. Dabei werden nicht nur die gegenwärtigen technischen Möglichkeiten in den Blick genommen, sondern auch Aspekte der Lebenswelt der Studierenden mit einbezogen.
20:00
Kulturhaus Lÿz, St.-Johann-Straße 18, 57074 Siegen
Forum Siegen
Prof. Dr. Niko Paech
Dem Vernehmen nach besteht weitreichender Konsens darüber, dass eine nachhaltige Entwicklung als zivilisatorische Überlebensagenda unumgänglich ist. Aber der Streit darüber, ob dieses Unterfangen mit wirtschaftlichem Wachstum vereinbar ist, gewinnt an Dynamik. Am Beispiel des Klimaschutzes lässt sich nachzeichnen, dass Konzepte eines "grünen" Wachstums nicht nur an Techniküberschätzung scheitern, sondern auch an einem Phänomen, das sich als symbolischer Ablasshandel verstehen lässt.
20:00
AR-B 2311 (Musiksaal), Adolf-Reichwein Campus
Fakultät II, Department Musik
Konzert: F. Schubert "Winterreise" | Liederzyklus nach Texten von Wilhelm Müller
Susanne Schlegel, Michael Höhnes
Es ist sicherlich nicht ungewöhnlich, sich im Rahmen des Lehramtsstudiums im Fach Musik mit der WINTERREISE, Schuberts und vielleicht sogar der gesamten Romantik berühmtestem Liederzyklus analytisch zu beschäftigen, gehört doch die Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Werk unbedingt zur Ausbildung von zukünftigen Musiklehrer/innen. So stand im vergangenen Sommersemester ein Analyse-Seminar des Komponisten und Musiktheorie-Dozenten Markus Schönewolf mit dem Thema WINTERREISE auf dem Programm.

Ungewöhnlich ist es schon eher, den Zyklus dann auch in Gänze aufzuführen, und zwar mit Sängern, die ausnahmslos Lehramtsstudierende im Fach Musik sind!

Es gab in den vergangenen Semestern ähnliche Verknüpfungen zwischen Musiktheorie und –praxis, beispielsweise mit Schumanns Liederzyklus op. 39 nach Gedichten von Eichendorff. Die Erfahrung, dass Theorie und künstlerische Praxis sich in solchen Konzepten enorm gegenseitig bereichern können, machte uns Mut, dies auch mit der WINTERREISE zu wagen. - Und welcher Gesangspädagoge kann widerstehen, wenn eine ganze Reihe von begabten und begeisterten jungen Sängern nur auf eine solche Herausforderung warten und bereit sind, all ihr Wissen und Können für das Projekt einzusetzen!
Wenn noch dazu ein Liedbegleiter wie Michael Hönes zur Verfügung steht – seit ein paar Jahren ist der erfahrene Dirigent und Pianist Lehrbeauftragter für Korrepetition an der Uni Siegen -, gibt es nur noch den Weg nach vorn. Mitten im Sommer begaben sich also acht unserer männlichen Studierenden, die die 24 Lieder des Zyklus‘ unter sich aufgeteilt haben, in den ersten Proben hinein in die Atmosphäre von Eis und Schnee, von Heimatlosigkeit, Sehnsucht, Hoffnung, Aufbegehren und Resignation.

Die Lieder erzählen aus Sicht des „lyrischen Ich“ den äußerlichen und seelischen Weg eines jungen Wanderers, der, an einer gescheiterten Liebe und der damit verbundenen sozialen Isolation leidend, alle seelischen Tiefen durchlebt, bis er sich zum Schluss dem Leiermann anschließt, der auf dem Eis unaufhörlich seine Leier dreht.

Es ist viel über die WINTERREISE nachgedacht, gesprochen und geschrieben worden, unzählige Interpretationen sind im Laufe der Rezeptions- und Aufführungsgeschichte entwickelt worden. Welche Deutung – sei sie psychologisch, soziologisch oder gar politisch orientiert – die „richtige“ ist und Schubert und Müller am meisten gerecht wird, werden auch wir natürlich nicht allgemeingültig lösen können.
Für uns ist wesentlich, uns als Sänger, Begleiter und Lehrende auf den Gestaltungsprozess einzulassen, uns allen Ausdrucksfacetten zu öffnen, die Musik und Text in uns ansprechen, und eine hoffentlich zahlreiche Zuhörerschaft am Konzertabend daran teilhaben zu lassen!

Gesang: Studierende des Fachs Musik
Klavier: Michael Hönes
Leitung: Susanne Schlegel

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